Absence-Epilepsie

„Absence“ kommt aus der französischen Sprache und bedeutet Abwesenheit.

Bei Absencen handelt es sich um eine spezielle Form von generalisierten epileptischen Anfällen. Diese Form zeigt sich als plötzliche, kurze Bewusstseinsaussetzer, die meist nur 5 bis 20 Sekunden dauern. Betroffene starren ins Leere, unterbrechen ihre Tätigkeit und sind in dieser Zeit nicht ansprechbar. Die Krankheit beginnt meist im Kindes- oder Jugendalter und lässt sich gut mit Medikamenten behandeln. 

Daher wird diese Form der Epilepsie oft als Unkonzentriertheit oder Verhaltensauffälligkeit missgedeutet.

Symptome und Ablauf

  • Plötzlicher Beginn und abruptes Ende
  • Leerer, starrer Blick
  • Keine Reaktion auf Ansprache oder Berührung
  • Manchmal leichtes Augenblinzeln oder verdrehte Augen
  • Keine Erinnerung an den Aussetzer (Amnesie)
  • Sofortige Fortsetzung der vorherigen Tätigkeit nach dem Anfall 

Formen

  • Kindliche Absence-Epilepsie: Beginn meist zwischen dem 4. und 10. Lebensjahr, Anfälle treten oft mehrmals täglich auf.
  • Jugendliche Absence-Epilepsie: Beginn ab dem Schul- oder Jugendalter (ca.. 9. bis 17. Lebensjahr), Anfälle sind seltener, können aber von großen Krampfanfällen begleitet werden. 

Behandlung und Ausblick

  • Einsatz von anti-epilptischen Medikamenten zur Unterdrückung der Anfälle.
  • Meist gute Heilungs- oder Kontrollierbarkeit, besonders bei Kindern.
  • Mögliche Auslöser wie Schlafmangel oder extremer Stress sollten im Alltag vermieden werden.
Abbildung mit Beispielen und Erläuterungen zu Absencen, wie man sie erkennt, und was man als Lehrkraft unternimmt

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