Exekutive Funktionen sind 

Exekutive Funktionen sind höhere kognitive Prozesse, die das zielgerichtete Verhalten, Denken, Fühlen und Handeln steuern und anpassen.
Zu den wichtigsten gehören das Arbeitsgedächtnis, die Impulskontrolle und die kognitive Flexibilität, also die Fähigkeit, die Perspektive zu wechseln und sich an neue Situationen anzupassen.
Diese Funktionen sind entscheidend für erfolgreiches Lernen. 

Kernbereiche der exekutiven Funktionen

  • Arbeitsgedächtnis: Die Fähigkeit, Informationen kurzfristig zu speichern und mental zu manipulieren, um Aufgaben zu bearbeiten.
  • Impulskontrolle (Inhibition): Die Fähigkeit, impulsive Handlungen zu unterdrücken und sich auf die eigentliche Aufgabe zu konzentrieren.
  • Kognitive Flexibilität: Die Fähigkeit, flexibel auf neue Situationen zu reagieren, sich anzupassen und Aufgaben zu wechseln. 

Bedeutung im Alltag

  • Organisation und Planung: Diese Funktionen ermöglichen es, Aufgaben zu planen, Prioritäten zu setzen und die Zeit effektiv zu managen.
  • Lernen: Sie sind für das erfolgreiche Lernen unerlässlich, da sie helfen, sich zu konzentrieren, sich an neue Informationen anzupassen und Gelerntes abzurufen.
  • Selbstregulation: Sie sind die Grundlage für die Selbststeuerung von Verhalten, Emotionen und Aufmerksamkeit. 

Beispiele für Schwierigkeiten bei schwach ausgeprägten exekutiven Funktionen

  • Schwierigkeiten, von einer Aufgabe zur nächsten zu wechseln.
  • Schnelles Vergessen von Informationen, die man gerade gehört hat.
  • Konzentrationsprobleme und leichte Ablenkbarkeit.
  • Schwierigkeiten, mit Unterbrechungen umzugehen.
  • Probleme bei der Zeitverwaltung, die zu Verspätungen führen können.