22. Juli 2017

Glossar

Absentismus:

  • Regelmäßige Abwesenheit von Schülerinnen und Schülern über 11 Tage und mehr je Schulhalbjahr, diese wird statistisch erfasst, an die Schulaufsicht übermittelt, um Gründe für Fehlzeiten zu ermitteln und dem Absentismus entgegen zu wirken. Bei problematischen Fällen wird mit der Schulischen Erziehungshilfe und dem Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) sowie der Schule eine Absentismus-Konferenz durchgeführt.

ADHS (ADS):

  • Nach aktuellem Forschungsstand wird vermutet, dass ADHS eine Regulationsstörung im Frontalhirn ist, welche genetisch verursacht ist. Bei den Betroffenen befindet sich die Ausschüttung und Aufnahme von Botenstoffen (u. a. Dopamin und Noradrenalin) nicht im Gleichgewicht. Durch die Einnahme von Medikamenten kann die Grundstörung deutlich verringert werden, allerdings sollte eine psychologische Therapie zur Stärkung des Selbstwertgefühles begleitend in Anspruch genommen werden. ADHS ist allerdings nicht heilbar.
    Die Symptomatik ist individuell ausgeprägt. Symptome gibt es in drei Bereichen: Wahrnehmung (leichte Ablenkbarkeit, Verträumtheit, geringes Durchhaltevermögen, Reiz- und Kritikempfindlichkeit, Vergesslichkeit), Sozialisation (Impulsivität, mangelnde Selbststeuerung und Selbstorganisation, niedrige Frustrationstoleranz, Schwierigkeiten planvoll zu handeln, Antriebslosigkeit) und Motorik (Zappeligkeit, Ungeschicklichkeit, falsche Kraftdosierung). Begleiterscheinungen können,seelische Entwicklungsverzögerung, schnelles psychisches und physisches Ermüden, extrem ausgeprägter Gerechtigkeitssinn sowie Beeinflussbarkeit durch andere sein. Zudem kommt es häufig zu Lese-Rechtschreibschwächen, Rechenschwächen, Tic-Störungen, Ängsten, Depressionen oder Suchtverhalten. Betroffen sind ca. 5 % der Kinder und Jugendlichen. Bei etwa 60% bleiben wesentliche Symptome der ADHS auch im Erwachsenenalter bestehen. (siehe: www.adhs-deutschland.de

Autismus:

  • Vorab: Es gibt nicht einen klassischen Autismus.
    Nach der internationalen Einteilung von „Krankheiten“ (ICD-10) gilt Autismus als „Tiefgreifende Entwicklungsstörung“ (F84). Es liegt eine lebenslange komplexe Störung des zentralen Nervensystems zugrunde, die bereits im Kindesalter beginnt.
    Vor allem der Bereich der Wahrnehmungsverarbeitung kann bei einer Autismus-Spektrum-Störung betroffen sein, zudem liegt oft eine  Beziehungs- und Kommunikationsstörung vor. Betroffen sind kognitive, sprachliche, motorische, emotionale und interaktionale Funktionen (z.B. Mimik, Emotionen, Ironie verstehen). Dies hat Auswirkungen auf Beziehungen zur Umwelt sowie die Teilnahme und Eingliederung in die Gesellschaft.
    Hinzu kommen oft zahlreiche Verhaltensauffälligkeiten, die für die Bezugspersonen im alltäglichen Umgang belastend sein können.
    Zu den Autismus-Spektrum-Störungen gehören: ->Frühkindlicher Autismus, Atypischer Autismus, Asperger-Syndrom, ->Rett-Syndrom sowie sonstige tiefgreifende Entwicklungsstörungen. Zudem können Begleiterkrankungen wie ->ADHS, Tourette-Syndrom, Depressionen, Phobien, posttraumatische Belastungsstörungen, Zwangsstörungen, Essstörungen, Schlafstörungen oder Stottern auftreten. (www.autismus-online.de/)

Barrierefreiheit:

  • Barrierefrei sind Lebensbereich dann, wenn sie von allen Menschen mit oder ohne Behinderung gleichberechtigt mit anderen erreicht und genutzt werden können. Dies sollte ohne besondere Erschwernisse und grundsätzlich ohne fremde Hilfe möglich sein. 

Behinderung:

  • „Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist.“ (§ 2 Abs. 1 Sozialgesetzbuch (SGB) IX
    Im schulischen Bereich spricht man dann von einem sonderpädagogischen Förderbedarf, wenn ein Kind mit den Mitteln der Regelschule alleine nicht angemessen im Rahmen der Anforderungen gefördert werden kann. 

Breitenfelde:

  • Für Schulanfänger, die durch besondere Sprachauffälligkeiten bei der erfolgreichen Bewältigung des Leselernprozesses an einer Grundschule beeinträchtigt wären, ist die „Sprich-mit“-Maßnahme in Breitenfelde eine 2-jährige Maßnahme mit kleineren Gruppen und spezieller Sprachförderung.
    Voraussetzung für eine Aufnahme ist die Meldung durch die Kita oder die zuständige Grundschule sowie ein Sonderpädagogisches Gutachten, das die Sprachauffälligkeiten und den Ausschluss weiterer Einschränkungen im Lernen belegt. Da diese kreiszentrale Maßnahme Schülerinnen und Schüler aus dem ganzen Kreis aufnimmt, sind die Aufnahmekapazitäten begrenzt.

DAZ (Deutsch als Zweitsprache:

  • Unterricht in Deutsch als Zweitsprache (DaZ) ergänzt den Regelunterricht in der besuchten Schule. Kinder und Jugendliche mit einer anderen Erstsprache als Deutsch werden darin unterstützt, ihre Deutschkompetenzen so aufzubauen, dass sie im Regelunterricht erfolgreich lernen. In einer Intensivphase können Kinder und Jugendlichen zu Beginn in einem sogenannten DAZ-Zentrum beschult werden, sonst ist der DAZ-Unterricht ergänzend im Stundenplan der Schule durchzuführen.

Dyskalkulie / Diskalkulie (Rechenschwäche):

  • Hier handelt es sich in der Regel um eine sogenannte Teilleistungsschwäche im Bereich der Rechenfertigkeiten. Die besuchte Schule  kann auf Beschluss der Klassenkonferenz mit einem Lernplan reagieren, intensive Förderung oder Therapie ist angeraten, die mathematischen Grundvorstellungen und Lösungsstrategien der betroffenen Schülerin oder des betroffenen Schülers liegen erheblich unter dem Niveau der Jahrgangsstufe. Die Schule reagiert mit einer Förderung, mit an der Lernausgangslage orientierten Aufgaben, unterrichtsorganisatorischen und inhaltlichen Veränderungen, mit dem Bereitstellen und Zulassen von Hilfsmitteln und differenzierten Hausaufgabenstellungen. Dies gilt allerdings nicht bei der Anfertigung von Klassenarbeiten oder sonstigen schriftlichen Lernstandserhebungen.

Eingliederungshilfe:

  • Hilfeleistungen für Menschen mit Behinderung zur Teilnahme beispielsweise an einer angemessene Schulbildung im Rahmen der allgemeinen Schulpflicht. Leistungen sind beispielsweise die Schulbegleitung bei geistiger oder körperlicher Behinderung, einschließlich der Sinnesschädigungen.
    Sozialgesetzbuch (SGB) XII
    Die Schulbegleitung für drohende seelische Behinderung wird nicht von der Eingliederungshilfe finanziert sondern über das zuständige Jugendamt.

Flexible Eingangsphase:

  • Die Grundschule ist die Regelschule für jedes schulpflichtige Kind. Nicht alle Kinder kommen mit gleichen Lernvoraussetzungen in die Schule. Die Jahrgangsstufen 1 und 2 können auch in 3 Jahren durchlaufen werden. 

Förderbedarf:

  • Durch ein Sonderpädagogisches Gutachten wird ein Sonderpädagogischer Förderbedarf ermittelt, wenn Schüler nur mit besonderen Hilfen Ziele erreichen können.

Förderplan:

  • Jede Schülerin / jeder Schüler mit einem festgestellten Sonderpädagogischen Förderschwerpunkt bekommt einen Förderplan, in dem Ziele, Materialien, Methoden und Absprachen festgehalten werden. Der Förderplan wird mit Lehrkräften, Eltern und Erziehungsberechtigten und dem Kind besprochen. Zwei Mal im Schuljahr wird dieser Förderplan erneuert und mit den Sorgeberechtigten und der Schülerin/dem Schüler besprochen.

Förderschule:

  • Sondereinrichtung für Schülerinnen und Schüler mit festgestelltem sonderpädagogischen Förderbedarf.
    Im Kreis Herzogtum-Lauenburg gibt es zur Zeit noch eine Förderschule Lernen mit eigenen Klassen in Ratzeburg
    sowie zwei Förderschulen Geistige Entwicklung in Geesthacht und Mölln. Für eine Aufnahme an diesen Schulen ist der ausdrückliche Elternwille Voraussetzung.

Förderschwerpunkt:

  • Durch ein Sonderpädagogisches Gutachten wird ein Sonderpädagogischer Förderbedarf ermittelt, wenn Schüler nur mit besonderen Hilfen Ziele erreichen können. Hier werden auch Förderschwerpunkte ermittelt.
    Können Kinder bei Schwierigkeiten die Ziele der besuchten Schule mit Hilfen der besuchten Schule ohne Sonderpädagogische Unterstützung erreichen, kann ein Lernplan erstellt werden, in dem Ziele, Methoden und Zeiträume festgehalten werden.
  • Die Schulaufsicht stellt diesen Förderbedarf nach Gutachten dann förmlich fest und erstellt einen schriftlichen widerspruchsfähigen Bescheid.
    In diesem wird dann auch der Ort der Beschulung festgehalten.

Es gibt folgende Sonderpädagogische Förderschwerpunkte:

zieldifferent (andere Ziele, andere Bewertung, andere Abschlüsse):

  • Lernen
  • Geistige Entwicklung

zielgleich (gleiche Ziele, gleiche Bewertung und Abschlüsse, evtl. Nachteilsausgleich) :

  • Emotionale und Soziale Entwicklung
  • Sprache
  • Körperliche und Motorische Entwicklung
  • Autismus
  • Hören
  • Sehen
  • Unterricht kranker Schülerinnen und Schüler

Förderausschuss:

  • Gibt es bei Koordinierungsgesprächen über die zu besuchende Schule keine einvernehmliche Lösung, versuchen die Teilnehmer einen Entscheidungsvorschlag für die Schulaufsicht herbeizuführen. Die Eltern werden gehört.

Inklusion/Integration:

Bildergebnis für inklusion

  • Alle Schülerinnen und Schüler mit oder ohne Förderbedarf besuchen eine Schule und werden dort gemeinsam gefördert und gefordert.
    „Das Leitbild der Inklusion zielt – im Gegensatz zur Integration – auf alle Menschen und setzt damit das Ziel, Schule für alle Schüler (und auch für alle Lehrer) zu einem anregenden und angenehmen, fördernden und herausfordernden Ort des Lernens zu machen. Die ganze Schule gewinnt,“  
Wilfried W. Steinert: Inklusion als Motor der Schulentwicklung. In: Mittendrin e. V. (Hrsg.): Eine Schule für Alle – Inklusion umsetzen in der Sekundarstufe. Verlag an der Ruhr, 2012

Koordinierungsgespräch:

  • Bei Umschulungen koordinieren die aufnehmende und abgebende oder in Frage kommende Schulen und evtl. Vertretungen des Schulträgers und Fachleute den Schulwechsel; Elternwünsche werden gehört.

LRS (Lese- Rechtschreibschwäche) Lese-Rechtschreibstörung (Legasthenie), Dyslexie:

  • Auf Beschluss der Klassenkonferenz kann auch auf Antrag von Eltern eine förmliche Feststellung einer LRS bis zum 1. Halbjahr der 4. Klasse erfolgen. Dies geschieht mit einem Testverfahren, dass die Lese-Rechtschreibleistungen bei durchschnittlicher Intelligenz überprüft. Nun kann die Schule Nachteilsausgleiche und die Förderung in einem Lernplan festhalten, der auch einen Notenschutz bei Texterstellung vorsieht. Die Überprüfung kann auch durch niedergelasseneFachärzte erfolgen. Der Notenschutz wird im Zeugnis vermerkt.

Lernplan:

  • Schriftliche Festlegung und Absprachen von Zielen und Methoden und Zeitvorstellungen schulischer Förderung bei Schwierigkeiten an der besuchten Schule (Grundschule).

Nachteilsausgleich:

  • Bei der Leistungsermittlung kann der Schulleiter der besuchten Schule Schüler ohne Abstriche bei der Qualität der geforderten Leistung einen Nachteilsausgleich gewähren. Dieser erscheint nicht im Zeugnis. Beispiel: Diktat in einer ruhigen Einzelsituation (Hörprobleme), Ersatzleistungen bei Körperbehinderung im Sport, u.v.m..

Phonologische Bewusstheit:

  • Kinder verstehen mit der zeit, dass Sätze aus Wörtern und Wörter aus Silben und diese wiederum aus Lauten bestehen. Sie können Laute hören und unterscheiden und am Anfang, in der Mitte oder am Ende eines Wortes heraushören und erfassen, dass sich manche Wörter reimen oder länger oder kürzer sind. Diese Fähigkeiten sind für den Leselernprozess die notwendige Basis und können in spielerischer Form geübt werden.

Überprüfung/Sonderpädagogisches Gutachten:

  • In der Regel (Lernen) wird ein entsprechendes Gutachten erst im dritten Schulbesuchsjahr erstellt. Vorher wird versucht, einem Lernversagen präventiv entgegen zu wirken (siehe Lernplan).
  • Das Gutachten wird über die besuchte Schule in Auftrag gegeben von den Lehrkräften der Schule oder von den Eltern, oder z.B. durch Schulärzte, Kitas. 
  • Vor der Einschulung oder zur Einschulung kann eine Gutachten zur Feststellung eines Förderbedarfes Geistige Entwicklung, Sprache, Autismus, Hören, Sehen, Körperliche und Motorische Entwicklung in Auftrag gegeben werden.
  • Gutachten im Förderschwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung werden nur in Ausnahmefällen erstellt, wenn Erziehungsberechtigte auch zu außerschulischen Maßnahmen bereit sind und Schulische (Ordnung-)Maßnahmen nicht mehr ausreichen den Unterricht von Kindern zu regeln.

Schulbegleitung:

  • Eltern können für einzelne Schülerinnen und Schüler können zur Bewältigung des Schulalltages mit besonderen Gründen eine individuelle Schulbegleitung beantragen. (über die Schule bei den zuständigen Jugendämtern oder über die Fachberaterinnen „körperliche und motorische Entwicklung“ „BIS Autismus“ od. das „Landesförderzentrum Sehen und Hören“
    Die Schulbegleitung übernimmt Tätigkeiten im Schulalltag, die helfen, z.B. Wege in der Schule, Pflege, den sozialen Umgang mit anderen und die Vermeidung von Konflikten oder auch den Zugang zum von den Lehrkräften bereitgestellten Lerninhalt zu unterstützen.
    Die eigentliche Stoffvermittlung jedoch ist Aufgabe der Lehrkräfte.
    Die Kosten für eine Schulbegleitung werden von verschiedensten Kostenträgern auf Antrag individuell bewilligt für  Kinder z.B. mit körperlichen Einschränkungen, Autismus-Spektrum-Störungen oder bei drohender seelischer Behinderung.

Sprachentwicklung:

  • SprachentwicklungDie Sprachentwicklung bezieht sich auf den Erwerb von Regeln des Lautsystems (phologoische Bewusstheit),  Wortschatzes, der Grammatik und Textkompetenz (Erzählen, Beschreiben von Ereignissen). Innerhalb der Sprachentwicklung im weiteren Sinne verläuft hierbei die Entwicklung des eigentlichen Sprechens. Diese bezieht sich auf die Bildung von Lauten, die Sprechgeschwindigkeit
    (-flüssigkeit), Betonung und den Stimmeinsatz.
    Innerhalb einer kindlichen Sprachentwicklung kann es Verzögerungen oder ausgeprägten Störungen kommen. Gerne informieren wir Sie mit schriftlichen Unterlagen oder einer persönlichen Beratung, in der Regel erreichen Sie uns über die KiTa Ihres Kindes. Wir bieten Sprachheilunterricht in der KiTa oder im Förderzentrum oder vermitteln an niedergelassene Logopäden.

    Wesentliche Aufgabe einer Unterstützten Kommunikation ist es, einem nicht oder kaum sprechenden Kind durch eine alternatives bzw. ergänzendes Kommunikationssystem einen Zugang zur Sprachentwicklung zu gewähren.

SoFVO

  • (Landesverordnung über sonderpädagogische Förderung) aktualisiert am 24. Juni 2020, gilt noch bis 30. Juli 2020.

Zeugnisse

  • (Landesverordnung über die Erteilung von Zeugnissen, Noten
    und anderen ergänzenden Angaben in Zeugnissen
    (Zeugnisverordnung – ZVO), Fassung vom 23.6.2020, gültig ab 25.7.2020.
  • § 5
    Zeugnisse für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf
    (1) Bei Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die nicht oder nicht in allen Fächern nach den Lehrplan- und Fachanforderungen einer allgemein bildenden oder berufsbildenden Schule unterrichtet werden, ist der Förderschwerpunkt im Zeugniskopf aufzuführen. Nehmen sie am Unterricht außerhalb eines Förderzentrums teil, sind die Fächer, in denen sie nach den Anforderungen der besuchten Schule unterrichtet und beurteilt wurden, mit einer Fußnote zu kennzeichnen. Die Fußnote ist wie folgt zu erläutern: „In den mit der Fußnote gekennzeichneten Fächern wurden dem Zeugnis die Anforderungen der Lehrpläne und Fachanforderungen des besuchten Bildungsganges zu Grunde gelegt. In allen anderen Fächern wurde Unterricht entsprechend dem oben vermerkten Förderschwerpunkt erteilt; Leistungsbeurteilungen in diesen Fächern beziehen sich nicht auf die Anforderungen der Lehrpläne und Fachanforderungen, sondern auf den jeweils vorhandenen individuellen Bezugsrahmen („i. B.“).“
    (2) Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen erhalten unabhängig von der besuchten Schulart ein Berichtszeugnis in tabellarischer Form, jeweils ergänzt ab der Jahrgangsstufe 3 um Noten. Die Noten in den Fächern, in denen die Schülerin oder der Schüler nicht nach den Anforderungen der Lehrpläne und Fachanforderungen einer allgemein bildenden oder berufsbildenden Schule unterrichtet worden ist, sind mit dem Zusatz „i. B.“ zu kennzeichnen und durch eine entsprechend bezeichnete Fußnote wie folgt zu erläutern: „Die erteilten Noten beziehen sich nicht auf die Anforderungen der Lehrpläne und Fachanforderungen einer allgemein bildenden oder berufsbildenden Schule, sondern auf den jeweils vorhandenen individuellen Bezugsrahmen und werden deshalb mit dem Zusatz „i. B.“ gekennzeichnet.
    (3) Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung erhalten ein Berichtszeugnis in tabellarischer Form. Die Schulkonferenz der besuchten Schule kann beschließen, dass ein Zeugnis gemäß Absatz 2 Satz 1 erteilt wird. In diesem Fall gilt Absatz 2 Satz 2 entsprechend.
    (4) Schülerinnen und Schüler nach Absatz 1 erhalten unabhängig von der besuchten Schulart abweichend von § 1 Absatz 3 ein Abschlusszeugnis, wenn sie nach Erfüllung der Schulpflicht die Ziele ihres Förderplanes erreicht und die von der obersten Schulaufsicht empfohlenen Kriterien erfüllt haben.